Motoröl-FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Motoröl.Die Antworten entstammen der Broschüre „Alles über Motoröle”, die wir mit freundlicher Genehmigung der Aral AG & Co. KG veröffentlichen dürfen.


 

Sind Motoröle untereinander mischbar?

Ja! Motoröle gleichen Qualitätsstandards müssen untereinander mischbar und verträglich sein. Das fordern die verschiedenen Spezifikationen, z. B. die der KFZ-Hersteller.


Sind synthetische Motoröle und mineralische Motoröle mischbar?

Prinzipiell ja. Es wird aber empfohlen, dies nur dann zu tun, wenn kein vergleichbares Öl zur Verfügung steht.


Kann ein 0W-40 Öl auch in älteren Motoren, z. B. mit einer Laufleistung über 100.000 Kilometern, eingefüllt werden?

Solange der Motor meschanisch in Ordnung ist, bestehen keine Bedenken. Ist er undicht oder deutet ein deutlich erhöhter Ölverbrauch auf fortgeschrittenen Verschleiß hin, mach es keinen Sinn, modernste Hochleistungsöle einzufüllen.


Können beim Wechsel von Mineralölen auf synthetische Motoröle Probleme bei der Ölversorgung auftreten?

Nein, aber in der Vergangenheit (vor 50 Jahren) gab es solche Probleme.


Welche Vorteile bringen Leicht-Lauf-Öle?

Kraftstoffeinsparungen, die in der Kaltstartphase bis zu 10 Prozent betragen, schnelle Motordurchölung und somit weniger Kaltstartverschleiß und Reduzierung der Schadstoffemissionen.


Können beim Einsatz eines 0W-40 Öls die Ölwechselintervalle verlängert werden?

Ein 0W-40 Öl bestitzt die Leistungsfähigkeit für längste Ölwechselintervalle. Aber die Festlegung der Ölwechselintervalle liegt ausschließlich in der Verantwortung der Kfz-Hersteller. Aus Gewährleistungsgründen sollte man sich daran halten.


Darf man Trucköle auch in PKW-Dieselmotoren einsetzen?

Ja, aber nur, wenn die entsprechenden Herstellerfreigaben vorliegen. Auf keinen Fall dürfen Sie in Ottomotoren eingesetzt werden. Diese Öle sind für extrem lange Ölwechselintervalle (bis zu 100.000 Kilometer) in LKW-Motoren entwickelt. Um das zu erreichen, müssen chemische Wirkstoffe (Additive) in großer Menge zugesetzt werden. Der Aschegehalt dieser Öle liegt über dem für Ottomotoren tolerierbaren Wert.


Weshalb ist ein 0W40-Öl so teuer?

Die Entwicklung neuer Motoröle ist mit zunehmend aufwendiger werdender Automobiltechnik um einen deutlich wahrnehmbaren Faktor gestiegen. Die Kosten bis zur Marktreife eines Produkts bestehen aus den Kosten der rein technischen und chemischen Entwicklung, der Produkterprobung und den Zulassungsverfahren bei API und ACEA, sowie einzelnen wichtitgen KFZ-Herstellern. Bis zur Markteinführung eines Produkts kommen so nicht selten Kosten in zweistelliger Millionenhöhe zusammen.


Wie unterscheidet man „gute” von weniger guten Motorölen?

Wie so oft ist es schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Moderne Motoröle befinden sich auf der Höhe der technischen Entwicklung, auf der Dose zu sehen z. B. an ACEA A3, B3 oder B4-Einstufungen. Veraltete Freigabe-Angaben wie MIL oder CCMC weisen auf Produkte hin, die nicht dem neuesten technischen Stand entsprechen. Gleiches gilt z. B. für Produktbezeichnungen wie HD (=Heavy-Duty-Öl). Hersteller von Markenprodukten, die auch die Kosten namentlicher Herstellerzulassungen (z. B. BMW, Mercedes, VW, Porsche) nicht scheuen, sind in der Regel die Garantie für Produkte, die aktuellster Technologie entsprechen.